Heute vor zwanzig Jahren, am 2. März 1991, starb der geniale wie revolutionäre Chansonnier Serge Gainsbourg. Grund genug, diesen Jahrestag zum Anlass zu nehmen, hat sich Frido Keiling, rühriger Chef der nach Serge benannten Bar américain vom Savignyplatz, gedacht, ein Konzert nicht nur in Gedenken an Gainsbourg auf der Baustelle in den S-Bahnbögen unter den Stadtbahngleisen zu veranstalten, sondern damit zugleich auf die ersehnte baldige Wiedereröffnung (vielleicht schon zu Serges 82. Geburtstag im April 2011) der Bar aufmerksam zu machen: Ab 20 Uhr spielt im Jeanne-Mammen-Bogen 576/577 (zwischen Grolman und Uhlandstr.), 10623 Berlin, direkt am S-Bahnhof Savignyplatz, das Gainsbourg Bar Ensemble. Nachdem dem alten Gainsbourg ein neuer Mietvertrag verweigert worden war, musste es im Januar an seinem angestammten Platz schließen (u.a. berichtete der "Tagesspiegel"). Für alle, die das alte Gainsbourg nicht erleben konnten oder sich gerne erinnern, sei auf eine wehmütige Berlin-Betrachtung aus Anlass der vorübergehenden Schließung hingewiesen. Ebenfalls lesenswert die Gedanken über die wilden Savignaner der Boulevardkolumnistin Shelley Masters: Obwohl erst nach dem Mauerfall gegründet, stimmt es, dass sich im Gainsbourg der gute Geist des alten West-Berlin über anderthalb Jahrzehnte in nicht nur unzähligen servierten Gläsern konservieren konnte, sondern man eingesessene und gewordene Berlinerinnen und Berliner von der nettesten Seite erleben durfte - jenseits aller hysterischen Hype-Klischees heutiger Tage.
Eh bien, bleibt der selbst ernannten Baustellen Brigade und dem alten Gainsbourg an neuer Stätte nur noch viel Erfolg für die Zukunft zu wünschen und sich auf kommende Stunden der erträglichen Leichtigkeit des Seins dort zu freuen!
... und bis dahin vertreiben wir uns die Zeit mit dem zeitlosem Œuvre des unsterblichen Serge:
A bientôt!

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